Rhabarber

Rhabarber (Rheum rhabarbarum)

In Mitteleuropa werden neben Rhabarber zwei weitere Arten der Knöterichfamilie angebaut (Polygonaceae), nämlich Buchweizen und Sauerampfer. Viele andere Pflanzen gehören zu dieser Familie, vor allem Unkraut, vom Knöterich bis zu hohen Reben, wie Auberts Knöterich. Die meisten Pflanzen dieser Familie wachsen kräftig und mögen leicht sauren Boden. Ein charakteristisches Merkmal fast aller Knöterichpflanzen ist die rote Farbe der Blattstiele, besonders ausgeprägt bei Rhabarber. Noch heute wird die Qualität dieses Gemüses an der Intensität der Farbe der Blattstiele gemessen.

Die Heimat des Rhabarbers ist Tibet und Westchina. Es wurde dort viele Jahrhunderte vor unserer Zeit angebaut. Es kam im Mittelalter als Heilpflanze nach Europa, und später als Gemüse verwendet. Erst Mitte des letzten Jahrhunderts gelangte es über England in den Norden Deutschlands. Gleichzeitig mit dem Anbau wurden auch neue Sorten angebaut, Ziel war es, Pflanzen mit langen und dicken Blattstielen und so intensiv wie möglich zu erhalten, rote Tönung. In Polen werden die Sorten 'Wiśniowy' empfohlen, "Frühe Hosera", "Führer Europas". Rhabarber ist eine große Staude, die einen unterirdischen Karpfen mit Wurzeln und Knospen bildet, von denen große Blätter auf dicken Blattstielen wachsen. Wie andere Pflanzen, die viel frische Karies mögen (Kürbis, Gurke), Rhabarber bedeckt auch die Bodenoberfläche mit großen Blättern, Schaffung eines perfekten Mikroklimas. Dies begünstigt das Wachstum von langen und zarten Blattstielen. Wie bei Gurken ist eine schnelle Blattentwicklung im Frühjahr sehr wichtig. Daher ist eine reichliche organische Düngung erforderlich, z.B.. gut zersetzter Mist. Im Spätherbst sollte einer Pflanze 3-5 Blätter eines solchen Düngers verabreicht werden. Ein Teil des Düngers verbleibt auf der Bodenoberfläche, und ein Teil wird mit seiner obersten Schicht gemischt. Vor der Errichtung einer neuen Plantage muss die Düngung noch umfangreicher sein, und der Boden wird in einer Tiefe von 40-50 cm gelockert.

Die neue Plantage wird aus Pflanzen angelegt, die aus der Teilung des alten Karpfen stammen. Es wird mit einem scharfen Messer in 2 oder 4 Teile geschnitten; Die Schnittfläche sollte eben und glatt sein. Andernfalls verrottet der Karpfen schnell. Generative Reproduktion (aus Samen) es ist nicht ratsam. Der Karpfen sollte auch nicht geteilt werden, die zuvor im Winter gefahren wurden. Geteilte Karpfen können vor dem Pflanzen in Preicobact oder Oscorna-Wurzelstarkung eingeweicht werden.. Rhabarber wird am besten im Herbst gepflanzt. Rhabarber brütet nur ausnahmsweise im März. Die Stümpfe sind tiefer gepflanzt, als sie früher gewachsen sind, so dass die Oberseite der Knospe einige Zentimeter unter der Bodenoberfläche liegt. Eine Pflanze benötigt ca. 1,2 m2 Raum. 2-3 Pflanzen reichen für den persönlichen Bedarf.

Im ersten Jahr nach dem Pflanzen entwickeln sich die Pflanzen langsam und liefern keine hohen Erträge, Sie erfordern jedoch sehr sorgfältige Pflege. Erst im zweiten Jahr können Sie eine größere Sammlung von Blattstielen erwarten. Die Ernte beginnt im April, und beim Auftragen von Bodenmulchen, z.B.. mit Stroh oder zersetztem Pferdemist, viel früher. Schneiden Sie nicht alle Blätter gleichzeitig, weil einige von ihnen für die weitere Entwicklung der Anlage benötigt werden. Wachsende Blütenstände müssen so schnell wie möglich entfernt werden, weil sie die Mutterpflanze schwächen. Je nach Wetterlage sollte die Ernte der Blätter Mitte Juni abgeschlossen sein. Eine Verlängerung der Ernte schwächt die Pflanze erheblich, und die Qualität der Schwänze ist auch viel schlechter. Rhabarber kann 8-12 Jahre an einem Ort angebaut werden, dann die Stümpfe ausgraben, teilen und an einem neuen Ort pflanzen. Ein zu saurer Rhabarbergeschmack kann durch die Verwendung biodynamischer Präparate gemildert werden, vor allem Kieselsäure. Rhabarber, ein Gemüse sehr einfach zu züchten, es sollte in jedem Garten wachsen.